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Besinnliches
Der Kirchenbau ist Sinnbild für Kirche, die wir alle sind. Schon die Aussenmauern erinnern an Worte in den Apostelbriefen: „Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlussstein ist Christus Jesus selbst“ (Eph 2.20). An anderen Stellen wird Jesus selber als Eckstein (1Petr.2.7) bezeichnet, der allem Halt gibt.
 
 
Glasfenster                                                  
 
Dem, der die Mauern unserer Kirche betrachtet, fallen gleich die wuchtigen Grundsteine auf, die das Gebäude tragen, wir bauen als kirchliche Gemeinschaft unser Leben auf Jesus, die Apostel und Propheten. Der Betrachter sieht aber auch die vielen Steine, grosse und kleine, harte und weiche, eckige und kantige, so unterschiedliche wie wir Menschen sind. Doch ein Stein trägt und stützt den anderen, als kirchliche Gemeinschaft brauchen wir Zusammenhalt.
Christus als Schlussstein, der alles zusammen hält finden wir im Inneren der Kirche, wenn wir zu den Gewölben emporblicken, die Rippen jedes Gewölbes laufen in der Mitte in einem Stein zusammen, auf dem ein uraltes Sinnbild für Christus dargestellt ist: der Pantokrator, über dem Hochaltar, das Osterlamm, über dem Zelebrationsaltar, der Pelikan, der Löwe und der Adler, über dem Schiff, sowie der Gute Hirte, über der Orgel.
 
 
Dass unsere kirchliche Gemeinschaft über die Grenzen von Raum und Zeit hinausreicht, zeigen die Darstellungen der Heiligen: gleich in der Vorhalle über dem inneren Hauptportal Maria mit dem Jesuskind und zwei Engeln, die Reliquienbüste des heiligen Florin links unter der Empore, an den hinteren Halbsäulen Christophorus und Anna selbdritt, eine mittelalterliche Darstellungsweise, die liebenswürdige Madonna mit Kind vorne rechts und schliesslich an dem von Aposteln Petrus und Paulus flankierten Hochaltar die vier Evangelisten, Florin und Johannes der Täufer.
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