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Baumeister der Kirche
Friedrich Freiherr von Schmidt wurde am 22. Oktober 1825 in Frickenhofen (Württemberg) geboren, er war Pastorensohn und ist später zur katholischen Kirche übergetreten.

Friedrich Freiherr von Schmidt

1843 trat er als Steinmetz in die Kölner Dombauhütte ein, wurde Polier, Steinmetzmeister und schliesslich Werkmeister.
Bald jedoch wandte er sich der Architektur zu und gewann 1855 den dritten Preis im Wettbewerb um den Bau der Votivkirche in Wien und 1857 den ersten Preis um den Neubau eines Rathauses in Berlin. Im selben Jahr wurde Schmidt Lehrer für Baukunst an der Akademie in Mailand, wo er auch die Kirche Sant’Ambrogio restaurierte.
 
1859 bis zu seinem Tode 1891 war Schmidt nach dem Verlust der Lombardei für Österreich als Lehrer an der Akademie der bildenden Künste in Wien tätig, 1859 wurde er zum Dombaumeister von St. Stefan in den Freiherrenstand erhoben.
Bei seinem Tod am 23. Januar 1891 in Wien hinterliess er ein Lebenswerk von rund 165 Bauten, darunter 125 Kirchen in Grossstädten wie Wien, Graz, Bukarest usw. und in bescheidenen Landpfarreien darunter Vaduz sowie Frastanz, Silbertal und Weiler in Vorarlberg, wie auch viele Profanbauten wie die Nationalbank und das Rathaus in Wien, dasPostgebäude Basel, Schlösser usw...
Mit seiner baukünstlerischen Tätigkeit, in der der Schlossbau einen weiteren Schwerpunkt bildete, verknüpfte er wiederholt restauratorisch-denkmalpflegerische Aufgaben. Schmidt hinterließ eine bedeutende Schule (G. von Hauberrisser, V. Luntz, F. von Neumann der Jüngere, A. Wielemans von Monteforte und andere).
 
Gedenkmarke 
Zu seinem 100. Todestag wurde er unter anderem mit einer Gedenkmarke geehrt.
 
Kath. Dompfarramt Sankt Florin - St. Florinsgasse 17 - 9490 Vaduz - LIECHTENSTEIN - Tel: (00423) 232 36 16