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Kirchenpatron St. Florin

Der Patron unserer Kirche ist der Heilige Florin; nicht zu verwechseln mit dem besonders in Österreich populären St. Florian oder mit Florianus.
Die Nachrichten über das Leben und Wirken von St. Florinus im 7. Jahrhundert sind dürftig und grösstenteils legendär. Wie die Legende erzählt, stammte er aus Matsch im Vintschgau und kam schon früh nach Remüs/Ramosch im Unterengadin in die Dienste von Pfarrer Alexander an der dortigen St. Peterskirche.

Florin war so gut zu allen, dass die Gemeinde sich nach dem Tod Alexanders niemand anderen zu dessen Nachfolger wünschte. Als Pfarrer von Remüs dürfte er an einem 17. November um das Jahr 700 gestorben sein. Im 10. Jahrhundert förderte besonders Bischof Hartpert von Chur, vordem Pfarrer in Remüs die Verehrung des Heiligen. An seinem Grab in der Kirche von Remüs ereigneten sich ebenfalls viele Wunder. 950 kamen Reliquien in die Marienkirche in Koblenz, weitere sind in Regensburg.
Die Büste unseres Kirchenpatrons St. Florin in Vaduz hat ihren besonderen Ehrenplatz in der Wandnische nahe dem Haupteingang. Der Kelch als Attribut deutet auf ein legendäres Wunder hin. 

Statue St.Florin    Karte Matsch Italien   

St. Florin in Matsch
Südtirol

Gedenktag: 17. November  Patrozinium der Pfarrkirche St. Florin

Die bekannteste Legende

Bild St.Florin    Karte Remuns Schweiz 

Einst war der heilige Florin in seinen jungen Jahren von seinem Lehrer Alexander zu Remüs geheissen, einen Krug Wein zu seiner Labung aus der nahen Burg Carritia zu holen, deren Herrschaft dem frommen Priester freigebig alle Notdurft des Leibes spendete. Der Jüngling ging und erhielt einen Krug des besten Weines zum Ärger der Schlossknechte, die dem fremden Pfaffen die Gabe missgönnten. Auf dem Heimweg traf Florin eine abgehärmte Frau, die bat ihn um ein Almosen zur Stärkung ihres kranken Mannes. Die Arme dauerte ihn, und da er nichts anderes hatte, goss er ihr den Wein in ein leeres Milchschaff, das sie bei sich hatte, dann ging er ins Schloss zurück, um sich den leeren Krug abermals füllen zu lassen.Der gottlose Torwart aber, der alles mitangesehen hatte, liess ihn nicht mehr herein, sondern jagte ihn mit bösen Worten und Schlägen weg. Betrübt kehrte Florin um und damit er nicht mit leerem Krug nach Hause komme, füllte er ihn an einer sprudelnden Quelle mit Wasser. Aber was geschah? Wie er zu Tische dem vielgeliebten Meister in seinen Becher einschenkte, siehe da, da war das Wasser zu Wein verwandelt. Die Quelle aber, aus der Florin geschöpft, heisst heut noch:
Der Brunnen vom Heiligen Florin, wo das Wasser sich kehrt in Wein.
Diese Legende macht eine ganz wichtige Aussage. Wenn wir sie hören, erinnert sie unwillkürlich an das Weinwunder Jesu an der Hochzeit zu Kana. Die Legende will dies deutlich machen: Die Leute konnten durch Florin Jesus erkennen, weil er nach dessen Worte gehandelt hat und ihm ähnlich geworden ist.

Kirche St.florin in Matsch Südtirol   Kirche St.florin in Matsch Südtirol 2

Kirche St. Florin
Matsch Südtirol

Garten vor der Kirche St.florin in Matsch Südtirol    Garten vor der Kirche St.florin in Matsch Südtirol

Garten vor der Kirche
in Matsch

Fotoimpression von der Pfarreiwalfahrt nach Matsch in Südtirol Herbst 2005

Kath. Dompfarramt Sankt Florin - St. Florinsgasse 17 - 9490 Vaduz - LIECHTENSTEIN - Tel: (00423) 232 36 16